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14.06.2009, 14:03 Uhr
Für einen ordentlichen islamischen Religionsunterricht
Anlässlich der Ergebnisse der dritten Plenarsitzung und der Verabschiedung
eines Zwischenberichtes der von Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble
geleiteten Deutschen Islamkonferenz (DIK) erklärt der Bundesvorsitzende des
Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU (EAK) und Parlamentarische
Staatssekretär Thomas Rachel MdB:
 
„Das verstärkte Bemühen der Deutschen Islamkonferenz zur Beförderung eines islamischen Religionsunterrichtes als ordentliches Lehrfach an deutschen Schulen ist ein wichtiger Beitrag zu gelingender Integration und
wechselseitiger interreligiöser Verständigung. Dem notwendigen Bildungsauftrag in Sachen Religion kann man nur dann gerecht werden, wenn auch den muslimischen Schülerinnen und Schülern ein qualifiziertes und mit den Werten des Grundgesetzes konformes Lehrangebot gemacht wird. Ein zu etablierender islamischer Religionsunterricht muss in
deutscher Sprache stattfinden, mit einem transparenten Lehrplan versehen sein und von in Deutschland ausgebildeten Lehrern erteilt werden. Islamunterricht würde dann wie sein christliches Pendant sowohl zur authentischen Einweisung wie auch zur kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen, gelebten Religion anleiten und zur gemeinsamen religiösen Identitätsbildung im Zeichen von Aufklärung und Mündigkeit beitragen können.

Der Auftrag liegt nun zuallererst bei den muslimischen Gemeinschaften und Verbänden in Deutschland, die in einem guten Geist der Gemeinsamkeit die hinreichenden Bedingungen und Voraussetzungen für die Einrichtung eines
solchen Faches schaffen müssen.“
 
aktualisiert von Hans Bleckmann, 18.03.2011, 14:05 Uhr